Im Sommer 1980, das genaue Datum ist leider nicht mehr festzustellen, versammelten sich auf einem gepflegten Rasengrundstück an der Franz-Savels-Straße verschiedene federballbegeisterte Personen, um sich wettkampfmäßig mit dem Badmintonsport auseinanderzusetzen.

"Badminton", werden nun einige Leser denken, was ist Badminton? Deshalb hier einige Informationen und Erläuterungen: Das Badmintonspiel ist nach dem Ort Badminton in Gloucestershire (England) benannt worden. Das Spiel stammt vermutlich aus Indien und wurde von englischen Offizieren nach England gebracht. Auch in China war bereits vor mehr als 2000 Jahren ein ähnliches Spiel bekannt. Badminton wurde schnell populär, 1893 wurde in Großbritannien die „Badminton Association“ gegründet. Inzwischen ist diese Sportart auch in Dänemark, Niederlande, Japan, China, Südkorea, Indonesien, Malaysia, Australien und Neuseeland weit verbreitet.

Das Badmintonspiel wird auf einem 13.40 x 5.18 m (Doppel: 13.40 x 6.10 m) großen Spielfeld, in dessen Mitte ein Netz von 1.52 m Höhe gespannt ist, überwiegend in der Halle wettkampfmäßig gespielt. Das Spielgerät, das Badminton-Racket, hat ein Gewicht zwischen 85 und 140 Gramm. Der Schläger wird aus Aluminium, Stahl, Carbon oder anderen Kunstfasern hergestellt und ist insgesamt ca. 68 cm lang.

Die Freude an dieser schnellen und athletischen Sportart, die nur geringe Ähnlichkeit mit dem Federballspiel hat, veranlasste also im Sommer 1980 einen Freundeskreis, diesen Sport regelmäßig als Freizeitbeschäftigung zu betreiben. Wurde dieser Sport anfangs noch auf einem Privatgrundstück an der Franz-Savels-Straße während der Sommermonate im Jahre 1980 ausgeübt, musste man schnell erkennen, dass dieses Provisorium nicht die optimale Lösung darstellen konnte.

Schnell hatte man eingesehen, dass dieser Sport wettkampfmäßig aufgrund der draußen vorherrschenden Witterung nicht im Freien, sondern nur in einer geeigneten Halle betrieben werden konnte. Ein Antrag an die Gemeinde Gangelt auf Nutzung der Dreifachturnhalle und auf Zuteilung von Hallenzeiten wurde positiv beschieden. Die Gründungsmitglieder Helene und Helmut Theves, Gemma und Karl-Heinz Hamacher, Liesel und Fritz Milthaler sowie Maria und Hans Peter Wilms dachten nun ernstlich daran, „ihren“ Verein kontinuierlich auszubauen.

In den folgenden Monaten und Jahren konnte sich der Badmintonclub Gangelt über einen ungewöhnlich starken Zulauf freuen. Die von dieser athletischen Sportart begeisterten neuen Vereinsmitglieder kamen nicht nur aus der Gemeinde Gangelt, sondern auch aus den Nachbargemeinden und Städten, wie z. B. aus Selfkant, Heinsberg, Übach-Palenberg oder Baesweiler.

Die Ursache für den überregionalen Zulauf der Vereinsmitglieder liegt darin begründet, dass zu dieser Zeit im Gebiet des Kreises Heinsberg nur Vereine in Erkelenz und Heinsberg existierten. Aufgrund des starken Mitgliederzuwachses, der junge Verein zählte zeitweise über 60 aktive Sportler zu seinen Mitgliedern, musste die Vereinsarbeit sportlich wie auch organisatorisch geordnet werden. Bei den ersten Vorstandswahlen betraute man dann im Jahr 1982 Peter Dreissen aus Süsterseel als Vorsitzenden mit der Führungsarbeit, der dann im Jahre 1984 die Aufnahme in den Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. veranlasste.

Neben der Eintragung ins Vereinsregister, der offizielle Name des Vereins lautete nun „Badminton-Club 1980 Gangelt e.V.“, nahm man ab 1984 zunächst mit einer Mannschaft an den offiziellen Meisterschaftsspielen des Verbandes teil. Seit dem Jahre 1986 konnte aufgrund des fortgeschrittenen Ausbildungsstandes und der gewachsenen Mitgliederzahlen eine zweite Mannschaft zu den Verbandsspielen angemeldet werden. Beide Mannschaften nehmen seitdem mit wechselnden Erfolgen an den sehenswerten Spielen in der Bezirks- bzw. Kreisliga teil.

Von 1987 bis 1990 übernahm Wilbert Dahlmanns den Vorsitz im Verein. Als er 1990 aus beruflichen Gründen den Vereinsvorsitz abgeben musste, übernahm der bisherige Geschäftsführer Hans Peter Wilms, der diese Funktion seit 1980 innehatte, die Vereinsführung. Das 10-jährige Vereinsjubiläum wurde am 8. und 9. September 1990 mit einem „Tag der offenen Tür“ gefeiert. Das 15-jährige Vereinsgründungsfest feierte der Badmintonclub 1995 gemeinsam mit dem in Freundschaft verbundenen Volleyballclub. Im Jahr 2000 konnte der Verein auf eine 20-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken.

Da der Badmintonsport auch heute noch als so genannte Randsportart bezeichnet werden muss, ist es erforderlich, bei den Meisterschaftsspielen lange Anfahrtszeiten zu den Gastvereinen in Kauf zu nehmen. So spielen unsere Vereinsmannschaften neben den Vereinen im Kreisgebiet auch z. B. gegen Gegner aus Krefeld-Uerdingen, Nettetal, Kempen, Otzerath, Neersen oder Dilkrath.

Hans-Peter Wilms

 

 

Vereinsmeisterschaften 1981

vordere Reihe v.l.: Gemma Hamacher, Helene Theves;
hintere Reihe v.l.: Hans Peter Wilms, Dieter Hamacher und Peter Dreissen

 

Meisterschaftssaison 1991/92

vordere Reihe v.l.: Thomas Jansen, Volker Bürsgens, Brigitte Heinrichs, Michael Horrichs;
mittlere Reihe v.l.: Ilona Baadjou, Marlies Laven, Sonja Ritterbecks, Gerd Laufens;
hintere Reihe v.l.: Hans Peter Wilms, Franz-Josef Baadjou, Dieter Hamacher und Frank Ramacher

 

Vereinsmeisterschaften 1999

vordere Reihe v.l.: Monika Erkens, Hubert Hostenbach, Heike Kaußen, Harald Faltyn, Claudia Erkens;
mittlere Reihe v.l.: Franz Toorop, Birgit Simon, Achim Müller, Mark Kambartel, Wilbert Dahlmanns, Hans-Peter Wilms
hintere Reihe v.l.: Hugo Erkens, Gerd Laufens, Michael Horrichs, Heike Laumen, Sybille Huppertz und Christoph Faltyn.

 

Aufstiegsfeier 2000

vordere Reihe v.l.: Ute Schiffers, Achim Müller, Heike Müller, Birgit Simons, Irene Hissel
hintere Reihe v.l.: Harald Faltyn, Mark Kambartel, Christoph Faltyn und Kurt Schlebusch

 

Vereinsmeisterschaften 2004

vordere Reihe v.l.: Michael Deuß, Simon Jacobs, Niklas Jacobs, Martin Neugebauer, David Schrage, Irene Hissel, Daniela Huben,
Stephan Deuß, Oliver Hissel, Christoph Faltyn, Harald Faltyn
hintere Reihe v.l.: Achim Müller, Lena Keimes, Barbara Zaunbrecher, Judith Jacobs, Niklas Kaußen, Jonas Jacobs, Ursula Jacobs,
Heike Müller-Laumen

 

Vereinsmeisterschaften 2011

hintere Reihe v.l.: Malin Laufens, Gerd Laufens, Lisanne Hamelers, Bastian Eßer, Rene Pascal van Karger, Dean Plottka, Cindy Dreßen, Heike Müller-Laumen, Rudi Reimann, Ralf Bleilevens
mittlere Reihe v.l.: Wilbert Dahlmanns, Niklas Jacobs, Uwe Lambertz, Stephan Wieskemper, Beate Reimann, Andrea Bleilevens, Irene Hissel, Judith Jacobs, Mika Laufens, Daniela Huben
unterste Reihe v.l.: Carmen Killen, Anna-Lena Schmitz, Nelis Dahlmanns, Sebastian Lungwitz, Julian Bleilevens, Philip Agaisse, Lennart Lungwitz, Jonas Bleilevens, Pia-Marie Hüsing, Harald Faltyn, dahinter Beate Reichle